Schubsenfest

Der Samstag scheint sich im Laufe der Jahre immer mehr zu einem Fest der Platzhirsche zu entwickeln. Während zur vorgerückten Stunde es unmöglich scheint, auf der prallvollen Tanzfläche umzufallen, frönen immer mehr gerade männliche Jugendliche dem Ritual des Brunftstoßens von Hirschen. Mit kurzem Anlauf wird sich röhrend gegen den Brustkorb gesprungen, um danach wie ein Flipperball zurückzuschleudern. Da der Gleichgewichtssinn durch allzu viel Konsum von Gerstensaft und sonstigen gebrannten Flüssigkeiten ohnehin schon stark beeinträchtigt ist, tickert der Tanzflächenhirsch an anderen tanzenden Pärchen abprallend eine Weile durch die Gegend, bevor er erneut Anlauf nimmt.

Liebe Hirschimitate, warum benutzt ihr im nächsten Jahr nicht den Kopf anstelle des Brustkorbes? Die Wucht des Aufpralls würde dann unweigerlich das Verlangen nach tiefem Schlaf hervorrufen. Die Tanzenden könnten sich dann wieder gefahrenfrei bewegen und am Ende des Festes werden sich garantiert ein paar nette Menschen finden, die euren gefühlt einen Meter großen Quadratschädel sicher durch den Ausgang des Schützenzeltes führen.

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Ein Kommentar zu “Schubsenfest

  1. Auch wenn du es ins lustige geschrieben hast, ist die Schupserei echt nervig geworden. Viele Jugendliche kommen auch von außerhalb und können sich später nicht mehr benehmen. Wir überlegen auch stark, ob wir Samtags noch zum Schützenfest gehen.

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